Dorfchronik

wie das Dorfmuseum Ottenbüttel entstand

 

Auf seiner ersten Vorstandssitzung am 23. März 1969 beschloss der Gildevorstand, die in der Bevölkerung kaum bekannte Geschichte des Dorfes aufzuhellen. Bruno Stockmann und Karl-Heinz Lohse gründeten die Abteilung Dorfchronik, womit die erste und kleinste Gildeabteilung entstand.

 

Für die Dorfchronik wurden präparierte und restaurierte Gegenstände sowie Schriftstücke, Fotos, Zeitungsberichte und Akten aus der Geschichte Ottenbüttels in Kisten und Kartons gesammelt.

Die erste Lösung zur sachgerechten Unterbringung der gesammelten Gegenstände fand sich 1983. Im Vereinsraum des Füerwehr- un Dörpshuus entstand die Dauerausstellung einer volkskundlichen Sammlung. Angeregt durch diese Sammlung ließen viele Bürger der Abteilung weitere Exponate zukommen.

 

1988 begann sich das Fassungsvermögen des Raumes zu erschöpfen und es musste wieder in Kartons gesammelt werden. Mehr als 1200 Exponate beinhaltet die volkskundliche Sammlung. Jedes ist fotografisch erfasst, in einer Kartei beschrieben und registriert.

Für die Unterbringung der zahlreichen Schriften, Fotos und Zeitungsberichte fand sich 1987 eine Lösung. Durch Kauf des Bankgebäudes wurden Räumlichkeiten frei, die die Gemeinde nach zweckmäßigem Umbau der Abteilung zur Verfügung stellte. Nach einjähriger Arbeit waren mehr als 10.000 Schriftseiten, Orginale und Kopien geordnet, registriert und in weitgehend feuerfesten Schränken archiviert.

 

Als Neuerung entstand die Fotodokumentation “Ottenbüttel im Bild”, die Fotografien alter Ottenbütteler Gebäude, Dorfansichten und Postkarten zeigt. Zu ihr gehört auch eine Übersicht der Urkarten bis hin zum Satellitenfoto.

 

1988 traten Ingeborg Tietze, Hethe Görrisch und Günter Giesow der Abteilung bei. Die Arbeitsgruppe eröffnete am 11. März 1989 mit einem “Tag der offenen Tür” das Dorfarchiv. Dies geschah im Rahmen der Veranstaltung des 20. Stiftungsfestes der Bürgergilde.

1991/92 wurden Kurt Taufenbach und Günter Richardt, 1999 Elke Schumacher und Klaus Reimer Voß zur Mitarbeit gewonnen. Durch Mitbenutzung des Gemeinschaftsraumes im Bank- und Archivgebäude konnten 1992 die Voraussetzungen zur Vorführung von Videofilmen und Dias geschaffen werden. Eine weitere Neuerung in diesem Raum ist die Sammlung von Ottenbüttel betreffenden Zeitungsberichten und Anzeigen. In zeitaufwendiger Arbeit wurden die hier verbreiteten Zeitungen ab ihrem Erscheinen gelesen und ausgewertet.

 

1988 wurde das Dorfmuseum eingeweiht. Es zeigt das Bauern- und Handwerkerleben unter dem Reetdach des Fachhallenhauses. Dargestellt sind Flett, Döns, Zimmerei und eine Schusterstube im Originalzustand. Ferner sind heimische Vögel und Tiere in einem Biotop zu sehen.

 

Öffnungszeiten an jedem 1. Sonntag im Monat von 14-17 Uhr.

Andere Öffnungszeiten und Führungen nach telefonischer Vereinbarung

Tel: (04893) 287 / 422 / 765 / 15189